
Sätze
Ein Satz ist eine Folge von Wiederholungen einer Übung, nach der du pausierst oder zu einer anderen Übung wechselst. „3 Sätze à 8 Wiederholungen" bedeutet: acht Wiederholungen ausführen, pausieren und diesen Ablauf noch zweimal wiederholen. Sätze teilen eine Übung in überschaubare Belastungsabschnitte und sind eine zentrale Einheit zur Planung und Dokumentation von Krafttraining.
Sätze können unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Aufwärmsätze bereiten auf die Bewegung und das spätere Gewicht vor; Arbeitssätze bilden den eigentlichen Trainingsanteil. Auf einen gewöhnlichen Satz folgt eine reguläre Satzpause. Bei Supersätzen, Reduktionssätzen oder Rest-Pause-Sätzen wird die Arbeit dagegen anders organisiert. Je nach Übung und Ziel kann ein Satz aus einer einzigen Wiederholung, vielen Wiederholungen oder einer zeitlich festgelegten Belastung bestehen.
Die Anzahl der Sätze ist ein nützlicher, aber unvollständiger Ausdruck des Trainingsvolumens. Drei fordernde Sätze sind nicht automatisch mit drei sehr leichten Sätzen vergleichbar. Auch Gewicht, Wiederholungszahl, Bewegungsumfang, Technik und Nähe zum Muskelversagen verändern die Belastung. Aufwärmsätze werden deshalb üblicherweise getrennt erfasst und nicht wie vollwertige Arbeitssätze zum Wochenvolumen gerechnet.
Wer Satzumfänge vergleicht, sollte außerdem klar festlegen, was gezählt wird. „Zehn Brustsätze pro Woche" meint normalerweise Sätze, die gezielt die Brust trainieren, nicht sämtliche Sätze eines Oberkörpertrainings. Mehrgelenkige Übungen machen die Zuordnung schwieriger: Ein Satz Bankdrücken beansprucht Brust und Trizeps, trägt aber nicht zwangsläufig für beide Muskeln gleich stark zum Volumen bei. Eine konsequente Zählweise ist daher hilfreicher als scheinbar exakte Zahlen.