
CrossFit
CrossFit ist eine weltweite Fitnessmarke und zugleich der Name des dazugehörigen Trainingskonzepts. Der Begriff ist kein allgemeines Synonym für jedes harte Zirkeltraining. Das Unternehmen beschreibt seine Methode als ständig variierte funktionelle Bewegungen bei relativer Intensität. In der Praxis verbinden die Kurse Gewichtheben, Turnelemente oder Körpergewichtsübungen mit Ausdauerformen wie Laufen, Rudern oder Radfahren.
Eine typische Einheit in einer CrossFit-Box kann aus Aufwärmen, Technik- oder Krafttraining und dem Workout of the Day, kurz WOD, bestehen. Im WOD werden je nach Vorgabe Runden, Wiederholungen oder Aufgaben innerhalb einer bestimmten Zeit absolviert. Gewichte, Bewegungen, Bewegungsumfang und Zielvorgaben lassen sich an die trainierende Person anpassen. Auch die eigene Beschreibung der CrossFit-Methodik betont eine relative Intensität statt derselben absoluten Belastung für alle.
CrossFit überschneidet sich mit mehreren Trainingsformen, ist aber mit keiner davon vollständig gleichzusetzen. Viele WODs ähneln einem Zirkeltraining, manche erfüllen die Kriterien für HIIT. Ein schwerer Kraftteil oder reines Techniktraining tut das dagegen nicht. CrossFit enthält außerdem Cardiotraining, ist aber kein reines Ausdauerprogramm. High-Intensity Functional Training ist der allgemeinere Fachbegriff; CrossFit bezeichnet die konkrete Marke, Methodik und Gemeinschaft.
Da die Programme komplexe Hebeübungen, Turnelemente, Geschwindigkeit und Ermüdung kombinieren können, unterscheiden sich die Anforderungen von WOD zu WOD stark. Eine Bewegung, die ausgeruht sauber gelingt, kann in einem Workout auf Zeit ein leichteres Gewicht, eine einfachere Variante oder ein langsameres Tempo erfordern. Kontrollierte Technik und eine passende Steigerung sind wichtiger als das vorgegebene Gewicht oder Ergebnis einer anderen Person zu kopieren.
Bei Aussagen zum Verletzungsrisiko ist in beide Richtungen Vorsicht nötig. Eine systematische Übersichtsarbeit zur Verletzungsepidemiologie im CrossFit fand stark schwankende Raten und große methodische Unterschiede zwischen den Studien; häufig wurden Schulter, Wirbelsäule und Knie genannt. Daraus folgt weder, dass jedes CrossFit-Training besonders gefährlich, noch dass es automatisch sicher ist. Trainingssteuerung, Übungsfertigkeit, Skalierung, frühere Beschwerden und Belastungsumfang beeinflussen das Risiko. Bei Schmerzen ist es sinnvoll, die Belastung zu beenden und die Ursache abzuklären, statt mit veränderter Technik weiter um Zeit zu kämpfen.