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Kraftausdauer

Kraftausdauer

Kraftausdauer ist die Fähigkeit eines Muskels oder einer Muskelgruppe, eine submaximale Kraft wiederholt oder über längere Zeit zu erzeugen, ohne dass die Leistung zu stark abfällt. Beispiele sind viele Liegestütze, längeres Tragen einer Last oder das Fortsetzen einer Bewegung in einem langen Satz. Diese Fähigkeit ist immer aufgabenspezifisch: Gute Kraftausdauer bei einer bestimmten Last, Übung oder Belastungsdauer überträgt sich nicht vollständig auf andere Aufgaben.

Messen lässt sie sich etwa über die erreichten Wiederholungen mit einer standardisierten absoluten oder relativen Last, die Dauer einer isometrischen Haltearbeit, die Gesamtarbeit in einem festen Zeitraum oder den Abfall von Kraft und Wiederholungsqualität. Für einen sinnvollen Vergleich müssen die Testbedingungen möglichst gleich bleiben. Eine höhere Wiederholungszahl allein belegt keine Verbesserung, wenn dabei lediglich ein leichteres Gewicht verwendet wurde.

Im Training werden die betreffenden Muskeln meist wiederholt submaximal belastet, beispielsweise durch Sätze mit mittleren bis hohen Wiederholungszahlen, zeitlich festgelegte Arbeit, Trageübungen oder Zirkeltraining. Kürzere Satzpausen können die wiederholte Leistung bei unvollständiger Erholung stärker fordern. Es gibt jedoch keine allgemeingültige Wiederholungszahl und keine feste Pausenlänge, ab der ein Training automatisch zum Kraftausdauertraining wird. Übung, Last, Satzdauer, Tempo und Erholung sollten dem angestrebten Einsatz ausreichend ähneln.

Kraftausdauer ist eine mögliche Anpassung an Krafttraining. Der ACSM-Positionsstand von 2026 wertete 137 Reviews aus und fand im Durchschnitt Verbesserungen der muskulären Ausdauer durch Widerstandstraining. Mehr Maximalkraft kann eine unveränderte äußere Last relativ leichter machen, ersetzt aber nicht das Üben wiederholter oder länger anhaltender Belastungen.

Der Begriff überschneidet sich mit der allgemeinen Ausdauer, ist jedoch nicht mit der Herz-Kreislauf-Ausdauer gleichzusetzen. Bei längeren Aufgaben beeinflussen Sauerstofftransport und Energiesysteme die Leistung stark. Bei kurzen lokalen Belastungen können die beteiligten Muskeln, Technik, der Umgang mit Anstrengung und die örtliche Ermüdung wichtiger sein. Die meisten realen Aktivitäten verbinden diese Faktoren in unterschiedlichen Anteilen.

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