
Koffein
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Auch bekannt als: Thein
Koffein ist ein anregender Stoff, der natürlicherweise in Kaffee, Tee, Kakao, Guarana und weiteren Pflanzen vorkommt und vielen Getränken oder Supplements zugesetzt wird. „Thein" ist keine andere Substanz: Das Koffein aus Tee und Kaffee ist chemisch identisch. Unterschiedlich sind unter anderem Begleitstoffe und Menge pro Portion.
Koffein blockiert vor allem Adenosinrezeptoren im zentralen Nervensystem. Dadurch kann es Müdigkeit weniger stark erscheinen lassen und die Aufmerksamkeit erhöhen. Im Sport verbessert es häufig die Ausdauerleistung und kann bei manchen Kraft-, Schnellkraft-, Sprint- oder wiederholten Belastungen einen kleinen Vorteil bringen. Das Positionspapier der International Society of Sports Nutrition betont große Unterschiede zwischen Personen und Aufgaben. Ein guter Effekt in einer Einheit bedeutet weder, dass mehr immer besser ist, noch dass Koffein allein eine langfristige Trainingsanpassung erzeugt.
Alle Quellen gehören zur Gesamtzufuhr. Kaffee, Energydrinks, Tabletten, Gels, Fatburner und Trainingsbooster können Koffein liefern. Auch Guarana oder Teeextrakt können dazu beitragen, obwohl die Vorderseite der Verpackung das nicht deutlich zeigt. Bei proprietären Mischungen ist die Gesamtmenge schwerer einzuschätzen. Eine Gewöhnung verändert, wie stark die anregende Wirkung wahrgenommen wird. Ein fehlender „Kick" beweist jedoch nicht, dass Auswirkungen auf Schlaf oder Herz-Kreislauf-System verschwunden sind.
Häufige Nebenwirkungen sind Unruhe, Angstgefühl, Zittern, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, beschleunigter Herzschlag und Schlafprobleme. Selbst mehrere Stunden vor dem Zubettgehen kann Koffein Schlafdauer oder -qualität mindern. Bei regelmäßiger Wiederholung kann dieser Nachteil einen kleinen Trainingseffekt überwiegen. Nach abruptem Absetzen einer gewohnten Zufuhr sind Entzugssymptome wie Kopfschmerzen und Müdigkeit möglich.
Die Empfindlichkeit hängt unter anderem von Genetik, Gewöhnung, Körpergröße, Zeitpunkt, Erkrankungen und Medikamenten ab. In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Angststörungen, Herzrhythmus- oder Blutdruckproblemen und Arzneimitteln, die den Koffeinabbau verändern, ist besondere Vorsicht und fachliche Beratung sinnvoll. Reines oder hochkonzentriertes Koffein lässt sich leichter gefährlich falsch abmessen als ein übliches Getränk. Wettkampfsportler sollten zudem Zusammensetzung und Produktqualität prüfen: Der IOC-Konsens zu Supplements im Leistungssport warnt vor gesundheitlichen und antidopingbezogenen Risiken durch Verunreinigungen oder nicht deklarierte Stoffe.