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Cellulite

Cellulite

Cellulite ist eine häufige dellenartige oder unebene Hautstruktur, die vor allem an Oberschenkeln, Gesäß und Hüften sichtbar wird. Sie ist ein kosmetisches anatomisches Merkmal und weder eine Infektion noch ein Zeichen mangelnder Fitness. Cellulite ist nicht mit der Zellulitis gleichzusetzen, einer medizinisch relevanten Hautinfektion.

Die sichtbare Struktur entsteht durch das Zusammenspiel von Haut, Unterhautfettgewebe und faserigen Bindegewebssträngen, den sogenannten Septen. Einige Septen ziehen die Haut nach unten, während darunterliegendes Gewebe nach oben drückt. So entstehen Vertiefungen und erhöhte Bereiche. Hormonelle, genetische, altersabhängige und strukturelle Faktoren können beteiligt sein; der genaue Mechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. Eine Übersichtsarbeit von 2020 zu Anatomie und Behandlungsforschung beschreibt faserige Septen als wichtigen Faktor und weist zugleich auf uneinheitliche Methoden und begrenzte Langzeitdaten hin.

Cellulite kommt besonders häufig nach der Pubertät bei Frauen vor, kann aber bei unterschiedlichen Körpergrößen und Körperfettanteilen auftreten. Sie belegt weder „giftiges" Fett oder eine schlechte Durchblutung noch fehlendes Training. Gewichtsveränderung, Alterung, Hautdicke und Muskelentwicklung können beeinflussen, wie auffällig sie ist. Keiner dieser Faktoren sagt jedoch ein vollständiges Verschwinden voraus.

Krafttraining kann die Muskulatur unter dem betroffenen Bereich kräftigen oder vergrößern; ein allgemeiner Fettabbau kann bei manchen Menschen die Kontur verändern. Keiner der beiden Prozesse löst direkt die faserigen Septen, strafft automatisch die Haut oder verbrennt gezielt Fett aus einer Delle. Die Behauptung, eine einzelne Übung entferne Cellulite, beruht auf dem Irrtum der lokalen Fettverbrennung.

Cremes, Massagen, energiebasierte Geräte, Injektionen und Eingriffe setzen an unterschiedlichen Gewebestrukturen an. Größe und Dauer berichteter Veränderungen schwanken. Werbebilder vor und nach einer Behandlung sind deshalb keine typischen Ergebnisprognosen. Wer einen medizinischen oder kosmetischen Eingriff erwägt, sollte Nutzen, Grenzen, mögliche Nebenwirkungen und Qualifikation der behandelnden Person mit einer geeigneten medizinischen Fachkraft besprechen.

Cellulite muss nicht behandelt werden. Wer sich für eine Körperrekomposition entscheidet, erhält aus Kraft, Leistung und vorsichtig gemessenen Körperkompositionstrends nützlichere Informationen, als wenn eine normale Hautstruktur als Scheitern des Plans bewertet wird.

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