Hip Dips

Hip Dips

Hip Dips sind natürliche Einziehungen an den äußeren Hüften. Meist liegen sie zwischen dem oberen Becken und dem Oberschenkel nahe dem großen Rollhügel des Oberschenkelknochens. Sie sind eine normale anatomische Variante und kein Hinweis auf mangelnde Fitness, zu viel Körperfett oder ein gesundheitliches Problem.

Die Form entsteht aus dem Zusammenspiel von Becken, Oberschenkelknochen, Bindegewebe, Haut sowie der Verteilung von Muskel- und Unterhautfettgewebe. Knochenmaße und Gelenkgeometrie lassen sich durch Training nicht verändern. Ein anderer Körperfettanteil kann die Kontur beeinflussen, doch Richtung und Ausmaß sind individuell. Auch ein niedriger Wert lässt Hip Dips nicht zwangsläufig verschwinden.

Training der Gesäß- und weiteren Hüftmuskeln kann Kraft verbessern und die Muskulatur durch Hypertrophie vergrößern. Dadurch verändert sich bei manchen Menschen die umgebende Silhouette. Keine Übung füllt jedoch gezielt eine bestimmte Einziehung oder erzeugt bei allen dieselbe Kontur. Die Übungsauswahl sollte sich deshalb an einer Bewegungsfunktion oder einem Muskelaufbauziel orientieren und nicht an dem Versprechen, Hip Dips mit einer Bewegung zu entfernen.

Dasselbe gilt für Fettabbau. Übungen in der Nähe der äußeren Hüfte erlauben es nicht, genau dort den Fettverlust zu bestimmen; dies ist der Irrtum der lokalen Fettverbrennung. Eine Verringerung der gesamten Fettmasse kann die Kontur je nach individueller Fettverteilung stärker oder schwächer sichtbar machen. Fotos können das Ergebnis daher nicht vorhersagen.

Hip Dips müssen nicht korrigiert werden. Wer die Region trainieren möchte, kann stärkere Hüftstreckung und -abduktion, eine bessere Übungsleistung oder die allgemeine Entwicklung des Unterkörpers als Ziele wählen. Standardisierte Verlaufsfotos können Veränderungen der Gesamtkontur zeigen. Pose, Kamerawinkel, Kleidung und Beleuchtung sollten dafür ähnlich bleiben. Der Vergleich mit bearbeiteten oder gezielt inszenierten Bildern schafft dagegen ein Ziel, das Training nicht verlässlich nachbilden kann.

Siehe auch: