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Ashwagandha

Ashwagandha

Ashwagandha ist der gebräuchliche Name für Withania somnifera, eine Pflanze aus der ayurvedischen Tradition, die als Nahrungsergänzungsmittel verkauft wird. Produkte können Wurzel, Blätter oder beides enthalten und auf unterschiedliche Mengen an Withanoliden standardisiert sein. Die Bezeichnung „Ashwagandha" steht daher nicht für eine einheitliche Zubereitung, Dosierung oder Stoffmenge.

Kleine und überwiegend kurze Studien deuten darauf hin, dass manche standardisierten Extrakte das Stressempfinden oder Angstsymptome geringfügig senken und bei einem Teil der Teilnehmenden einzelne Schlafparameter verbessern können. Untersuchte Gruppen, Extrakte, Dosierungen, Dauer und Fragebögen unterscheiden sich jedoch deutlich. Auch Publikationsverzerrungen oder eine Beteiligung von Herstellern können die Aussagekraft einschränken. Die Übersicht des NIH Office of Dietary Supplements bewertet manche Ergebnisse als vielversprechend, sieht aber keine ausreichende Grundlage für eine bestimmte Zubereitung oder allgemeine Dosis.

In Trainingsstudien wurden vereinzelt Veränderungen von Kraft, Körperzusammensetzung, Ermüdung oder Regeneration beobachtet. Die Studienbasis ist jedoch klein und uneinheitlich. Sie macht Ashwagandha nicht zu einem notwendigen Präparat für das Krafttraining, und ein Ergebnis mit einem geschützten Extrakt gilt nicht automatisch für jedes Pulver oder Gummiprodukt. Auch ein niedrigerer Wert in einem Stressfragebogen lässt sich nicht direkt in mehr Muskulatur oder bessere sportliche Leistung übersetzen.

Eine kurzfristige Anwendung scheint für viele Erwachsene verträglich zu sein, zur langfristigen Sicherheit fehlen jedoch belastbare Daten. Berichtet werden unter anderem Magenbeschwerden, weicher Stuhl, Übelkeit und Schläfrigkeit. Seltene Fälle von Leberschäden sind beschrieben, außerdem kann Ashwagandha die Schilddrüsenfunktion beeinflussen. Wechselwirkungen sind unter anderem mit Schilddrüsenmedikamenten, Blutdruck- und Blutzuckersenkern, Immunsuppressiva, Antikonvulsiva und beruhigenden Mitteln möglich. Schwangerschaft, Stillzeit, eine geplante Operation, Leber- oder Schilddrüsenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, hormonsensitiver Prostatakrebs und anhaltende Beschwerden sprechen für eine fachliche Prüfung statt einer unbeaufsichtigten Einnahme.

Bei der Qualität ist entscheidend, dass ein untersuchter Extrakt, ein nicht standardisiertes Pulver und ein Mehrkomponentenprodukt nicht austauschbar sind. Ein aussagekräftiges Etikett nennt Pflanzenteil, Extraktionsverfahren oder Extraktverhältnis, Withanolid-Spezifikation, Menge pro Portion und sämtliche Zusätze. Eine glaubwürdige unabhängige Prüfung kann das Risiko von Verunreinigungen, nicht deklarierten Zusätzen und falschen Mengenangaben verringern, aber nicht vollständig beseitigen. „Natürlich" beschreibt die Herkunft und nicht Wirksamkeit oder Sicherheit.

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