
Obergriff
Auch bekannt als: Pronierter Griff
Beim Obergriff zeigen die Handflächen nach unten oder bei herabhängenden Armen zum Körper. Die Unterarme sind proniert, weshalb auch vom pronierten Griff gesprochen wird. Greifen beide Hände eine Langhantel in dieser Position, heißt die Variante häufig doppelter Obergriff.
Der Griff kommt beim Kreuzheben, Rudern, Latzug, Klimmzug und bei Reverse Curls vor, wobei sich die übrigen Gelenkpositionen zwischen den Übungen unterscheiden. Beim Kreuzheben ermöglicht der doppelte Obergriff eine symmetrische Armhaltung. Mit zunehmendem Gewicht kann die Stange jedoch in Richtung der Fingerspitzen rollen, sodass die Griffkraft begrenzt, bevor die größeren Zugmuskeln den geplanten Anstrengungsgrad erreichen.
Der Hook Grip lässt beide Unterarme proniert und klemmt zusätzlich den Daumen ein. Der Kreuzgriff kombiniert einen Obergriff mit einer Hand im Untergriff, damit die Stange in entgegengesetzte Richtungen rollt. Zughilfen verbinden das Handgelenk mit dem Trainingsgerät und verringern die Griffanforderung. Diese Varianten lösen unterschiedliche Aufgaben und sind keine Synonyme.
Obergriff bedeutet weder eng noch breit und legt auch nicht fest, ob der Daumen die Stange umschließt. Griffbreite und Daumenposition sind eigenständige Entscheidungen. Ebenso garantiert die Position weder eine stärkere Rückenaktivierung noch eine sicherere Technik. Form des Griffs, Ellenbogenführung, Bewegungsumfang, Gewicht und individuelle Anatomie beeinflussen die Bewegung gemeinsam.
Sinnvoll ist ein Griff, der die vorgesehene Ausführung und einen stabilen Halt ermöglicht. Rutscht die Stange wegen feuchter Hände, können Magnesia oder eine andere Oberfläche helfen. Soll die Griffkraft selbst trainiert werden, würde eine Unterstützung in jedem Satz möglicherweise wichtige Übungspraxis entfernen. Schmerzen, Taubheit oder ein Griff, der sich nicht sicher lösen lässt, sprechen für eine Anpassung des Aufbaus und nicht für unbegrenztes festeres Zupacken.